Die Giordano-Bruno-Stiftung
Die „Giordano-Bruno-Stiftung“ (gbs) kann als wichtiger Vertreter des organisierten kämpferischen Atheismus in Deutschland bezeichnet werden. Sie versteht sich als „Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung“, die sich am „Leitbild des evolutionären Humanismus orientiert“. Sie sieht sich als Interessensvertretung der konfessionslosen Menschen in Deutschland. Ihre Aktivitäten sind durch vielfältige, vor allem religions- und kirchenkritische Aktionen bestimmt.
Die Stiftung, die die Bezeichnung „atheistisch“ ausdrücklich ablehnt, orientiert sich dessen ungeachtet inhaltlich im Wesentlichen an den Positionen des „Neuen Atheismus“. Der Name der Stiftung leitet sich von dem 1600 als Ketzer verbrannten Dominikanermönch Giordano Bruno her, der allerdings weder Atheist noch Naturalist war.
Die Stiftung mit Sitz in Oberwesel wurde 2004 von dem Unternehmer Herbert Steffen gegründet, der selbst lange engagierter Katholik war. Vorstandssprecher ist Michael Schmidt-Salomon, der durch vielfältige religions- und kirchenfeindliche Veröffentlichungen und Äußerungen in Erscheinung getreten ist. Beispielsweise bezeichnete er das Christentum als die „dümmste Religion“ und religiöse Menschen als „Religioten“ (Menschen, die unter „Religiöser Idiotie“ leiden). Die Stiftung hat 5.800 Mitglieder (Quelle: Remid).
13.05.2019