Religion und Gewalt – Fünfjähriger Junge bei Kali-Ritual von Priester geköpft

Neu Delhi. Bei einer religiösen Zeremonie wurde in Indien ein fünf Jahre alter Junge zu Ehren der Hindu-Göttin Kali getötet.

Im Haus seiner Eltern und vor den Augen seiner ganzen Familie soll ein Priester, der dem tantrischen Hinduismus anhängt, den Jungen enthauptet haben.

Aufgebrachte Teilnehmer der rituellen Hinrichtung sollen den Priester unmittelbar nach der Tat gelyncht haben. „Nach Aussagen von Teilnehmern ereignete sich der Vorfall während der Puja (Zeremonie), und der Junge wurde geköpft, bevor die Familie reagieren konnte“, so ein Polizeisprecher über den Ablauf der grausamen Taten.

Der Vater des Jungen, ein Arbeiter auf einer Teeplantage in Assam, soll den Priester zu der Kali-Zeremonie eingeladen haben. In solchen tantrischen Kali-Riten gilt ein abgeschlagener Kopf als Zeichen der Befreiung von der Identifikation mit einem vergänglichen Körper. Die Göttin Kali personifiziert dabei das Höchste.

Aus unserer Sicht grausame Menschenopfer zur Verehrung der Götter haben in Indien eine jahrhundertealte Tradition. So köpfte vor einigen Jahren im ostindischen Bundesstaat Orissa ein Bauer seine zehnjährige Enkelin. Ihr Blut vermischte er mit Pflanzensamen, die er an einem glückverheißenden Tag aussäen wollte. Noch 2013 wurde eine 50-jährige Frau in Mumbai Opfer eines ähnlichen religiösen Ritualmords.

Vgl. Quelle: KNA; http://www.rp-online.de/panorama/ausland/fuenfjaehriger-junge-bei-kali-ritual-gekoepft-aid-1.5125844

 

29.05. 2015