Universelles Leben – Strafanzeige gegen Josef Ratzinger

Seit Jahren schon ist die umstrittene neue religiöse Bewegung „Universelles Leben“ für ihren z. T. fanatisch anmutenden Kirchenhass bekannt.

Einmal mehr versucht sie nun, ihren Glaubenskampf gegen die christlichen Kirchen durch eine juristische Aktion der besonderen Art fortzusetzen: die Anwälte der Organisation haben vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag Strafanzeige gegen Joseph Ratzinger wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ (www.der-fall-des-papstes.com; 13.06.2011) gestellt.

Nicht zum ersten Mal versucht das „Universelle Leben“ mit juristischen Mitteln zu erreichen, was ihnen sonst scheint´s nicht gelingen will: gesellschaftliche Aufmerksamkeit um jeden Preis zu erlangen.

Schon vor einigen Jahren hatte man vergeblich versucht, die Bibel als jugendgefährdende Schrift einstufen zu lassen und mehreren evangelischen Landeskirchen verbieten zu lassen, sich christlich zu nennen. Mit einem äußerst aggressiv gestalteten Hass-Pamphlet „Eine dämonische Sekte“ versuchte man zuvor, die Kirchen als blutrünstige und menschenverachtende Organisationen darzustellen oder mit der Aktion „Spart euch die Kirche“ zum Kirchenaustritt aufzurufen.

Es fällt auf, dass die umstrittene Gemeinschaft sich offenbar öffentlich mehr über die abgrenzende, negative Beschreibung der großen christlichen Kirchen definiert als durch eine eigene positive Darstellung.

Gegründet wurde das „Universelle Leben“ 1977 von Gabriele Wittek, der so genannten „Lehrprophetin der Jetztzeit“ als „Posaune Gottes in dieser Zeit“. Ihr sei es vorbehalten, die Gesetze Gottes zu übermitteln und auszulegen. Sie sei nach Jesus von Nazareth der größte Prophet.
Das „Universelle Leben“ stützt sich in Lehre und Praxis ausschließlich auf die neuen Offenbarungen durch Gabriele Wittek.

Es mutet tragisch an, wenn Anhänger einer gesellschaftlich eher abgeschotteten kleinen Gemeinschaft wie des „Universellen Lebens“ sich immer weiter in ihren Hass steigern und damit ihre eigene Isolation nur noch fördern.

 

Andrew Schäfer / 15.05. 2011