Warnung vor Scientology-Flyern – Totgesagte leben länger!

Psychokult-Konzern

Immer wieder macht sich die Scientology-Organisation so genannte „weiche Themen“ wie Anti-Drogen-Kampagnen zu Nutze, um im Fahrwasser gesellschaftlich gut beleumundeter Themen das eigene Ansehen zu verbessern. So wohl auch diesmal in Hamburg.

 

Der Hamburger Verfassungsschutz warnt vor einer scientologischen Anti-Drogen-Kampagne in der Hansestadt. Die seit 1997 als verfassungsfeindlich eingestufte und von den Sicherheitsbehörden beobachtete Organisation verteilt dort seit Längerem grüne Flyer mit dem Titel „Fakten über Drogen“. Eine Tarnorganisation von Scientology „Sag Nein zu Drogen – Sag Ja zum Leben“ gibt den Flyer heraus, ohne auf den Zusammenhang mit ihrer Mutterorganisation – Scientology – zu verweisen.

Mit fachlich seriöser Drogenaufklärung habe die Aktion nichts zu tun, es gehe vielmehr um „die Gewinnung und Bindung von Mitgliedern“, so der Verfassungsschutz. Auch wenn die Mitgliederzahl Scientologys in letzter Zeit zurückgehe oder zumindest stagniere, strebe die Organisation „eine uneingeschränkte Machtposition“ zur Errichtung einer „neuen Zivilisation“ nach ihren Maßstäben an.

Die beiden großen Kirchen in Deutschland distanzieren sich von Scientology und verurteilen das Menschenbild und die Methoden des Psychokult-Konzerns.

 

Andrew Schäfer / 11.01.2016